von / 5. Juli 2016 / Prüfungsrecht /

Im Hinblick auf die Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts Hamburg muss die Bucerius Law School die Schwerpunktnoten ändern, weil die Gewichtung zwischen Aufsichtsarbeit und Hausarbeit fehlerhaft war. Die Aufsichtsarbeit hätte weniger Gewicht haben müssen, wobei die Aufsichtsarbeit meist schlechter ausgefallen ist als die Hausarbeit. Die Bucerius Law School sieht die Änderung nur für die Jahrgänge vor, deren Schwerpunktbereichsprüfung in den Zeitraum nach der Entscheidung des Verwaltungsgerichts Hamburg fällt – für Jahrgänge, die nach 2014 geprüft wurden (ab Jahrgang 2012 an der Bucerius Law School). Es wird seitens der Bucerius Law School dahingehend argumentiert, dass in diesen Jahrgängen Widerspruch durch die Betroffenen erhoben wurde, nachdem die Rechtsprechung bekanntgeworden war. Mittels einer Verpflichtung zur Aufhebung haben auch Betroffene aus den Jahrgängen vor 2012 gute Chancen, die Aufhebung der bestandskräftigen Bescheide zu verlangen, zumal auch eine Nichtigkeit der Bescheide mangels hinreichender Rechtsgrundlage nicht ausgeschlossen ist.